Diese Dialoge, die in unschuldiger Schüchternheit direkt auf das beiderseitige Verlangen zielen und doch nur umschreiben, ja schon umkreisen und dennoch nennt es keiner der Beiden beim Namen. Sie erfinden anspielungsreiche Situationen und winden sich wieder hinaus ohne, dass der eine ausspricht, was der andere hören will.
Ich wusste, was sie von ihm hören will und merkte, dass es schön ist in der Zeit gelernt zu haben, doch frage ich mich: Ist es wirklich gut, sicher zu wissen, was sie hören will und es zu sagen oder sind die beiden ein Inbild dessen, was früher noch die Magie des Kennenlernens war? Ein naiv-unschuldiges Kreisen um die Dinge, die man ersehnt und doch nicht aussprechen kann ohne in Metaphern zu versinken und den Zauber des Ungewissen aufrecht zu erhalten?
Es macht mich traurig, wenn ich weiß, wie sie alle enden werden.

4 Kommentare:
du tust ja grade so, als seist du ein weiser alter mann, der schon alles gehört, erlebt und gesehen hat!? ist doch eine schöne sache um die dinge zu kreisen, nicht alles beim namen zu nennen, die realität kommt früh genug, und in der endet es meistens!
Aber genau davon rede ich doch. Das kommen der Realität ist eben das, was mich bedrückt.
Nur hört sich das so an, als wolltest du immer sofort mit der Realität anfangen, warum nicht und den Schein (das Kreisen) ein weile unbeschwert geniessen?
Weil es nicht mehr passiert? Zumindest in 90% aller Fälle?
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