Montag, Dezember 15, 2008

Achtung Panzer!

Für alle Diejenigen unter euch, die sich ein wenig für Militärgeschichte und insbesondere Panzer des II.WKs interessieren, empfehle ich das
Panzer-Archiv.
Dort findet ihr einen netten Überblick über die gängigsten gepanzerten Fahrzeuge des Krieges. Technische Feinheiten können seperat geöffnet werden, sodass sowohl geschichtsinteressierte als auch technikbegeisterte Leser auf ihre Kosten kommen.

Freitag, Dezember 12, 2008

Absolut aggro, Mann!

In dieser besinnlichen Vorweihnachtszeit, die sich voll Freude und Behaglichkeit ihren Weg in unsere Herzen bahnen sollte, stelle ich ein exponentiell steigendes Aggressionspotential bei mir fest. Vielleicht lässt es sich durch das vermehrte Bahnfahren erklären, da ich nun häufiger Zeuge von Gesprächen minderbemittelter oder völlig ignoranter Menschen werde.
Während einer Bahnfahrt von der Uni nach Hause, die den Komfort einer Sardinenbüchse bot, hörte ich hinter mir zwei Mädchen, die ca. 19 Jahre alt waren, ein reges Gespräch über ihre Oberstufenzeit und ihr "grandioses Abitur" führen.
Die Eine (Brille, langweiliges Durchschnittsgesicht mit deutlichen Klugscheisserzügen) ließ sich grade darüber aus, dass sie in ihrer Pädagogikabiklausur "vööööllig falsch" bewertet wurde. Sie hätte die ganze Zeit immer eins gestanden, da KANN die Abiklausur nicht 3- gewesen sein.
Lassen wir meinen berufsbedingten Reflex einmal weg. Dieser verleitet mich mittlerweile bei Aussagen wie "Das liegt NUR am Lehrer." die Augen zu verdrehen und die Leute schlagen zu wollen. Aber lassen wir ihn weg.
Allein die Arroganz in ihrer Tonlage war unbeschreiblich.
Das Gespräch zog sich ein wenig hin und pendelte sich zwischen absoluter Überheblichkeit und dümmlichen Aussagen ein, bis ein Satz fiel, der mich entgegen aller Zurückhaltung laut auflachen ließ.
Mädchen 2 (Aussehen eher verkorkste Tippse ohne Zeichen von sozialer Intelligenz) merkte an, dass Mathe nicht ihr Fach sei ("Entweder man kann es oder man kann es nicht. Da bringt lernen eigentlich nicht viel." !!!) und sie Nachhilfe bei einem befreundeten Matheprof bekommen hätte.
Dieser Nachhilfeprof nahm allerdings 20€ die Stunde und sie hatte VIERmal die Woche über 3 Jahre Nachhilfe. Nehmen wir mal die 10 Wochen Ferien raus, dann kommen wir auf ca. 10.000 € Nachhilfekosten. Dankenswerterweise rechnete sie das selbst aus (also hats ja doch was gebracht) und meinte dann: "Und mit der Hilfe habe ich dann auch eine 3- im Abi in Mathe geschafft, obwohl ich mit 5 vorbenotet war!"

Da packte es mich und ich wollte sie lachend erschlagen.
Ich fühle mich schlecht, aber ich würde es wieder tun.
Ich bin im völlig falschen Beruf um diese Klischee-Abiturienten zu hassen.

Mittwoch, Dezember 10, 2008

Zitat des Tages

Die Mütter der Dummen sind immer schwanger.
(Quelle: unbekannt)

Samstag, August 16, 2008

Guess what?!

spielt gerade: "Rome - Total War"
hört gerade: Green River "Swallow my pride"
sieht gerade: Sportschau
liest gerade: Zur Arbeit: Die Visions, ansonsten: Computerspiele als Kulturtechnik (sehr empfehlenswert)
isst gerade: Cup Nudeln
trinkt gerade: Wasser mit ACC Akut
freut sich auf: Das Telefonat mit meiner Freundin morgen
ist genervt von: zuwenig Zeit
spart gerade auf: einen Lebensstandard

Sonntag, Juli 13, 2008

That´s Rock´n Roll

Es ist spät, es war Alkohol im Spiel und es ist ein guter Song. Ich brauche nurnoch einen guten Text und die alternative Szene wird vor mir erbeben. Wir sind Helden wird meine Vorband!
Rock on!

Freitag, Juli 04, 2008

EM-Trauma

Ich habe bisher gedacht, dass die vergangene Fußballeuropameisterschaft keinen bleibenden Eindruck auf mich hinterlassen hätte. Okay, ich vielleicht habe ich eine Abneigung gegen die Partyfans entwickelt, die ich aber nun bis 2010 wieder abbauen kann und mich dann umsomehr aufzuregen. Aber heute ist es dann passiert. Aktion und Reaktion haben sich in mir eingepflanzt als sei ich jahrelang darauf trainiert worden. Nichtsahnend und mal nicht über Fußball nachdenkend gehe ich eine Straße entlang und plötzlich höre ich sie, die Tifosi. Ein lärmendes Hupkonzert und italienische Stimmen. Im Kopf gehe ich alle mir bekannten Spielpläne der italienischen Ligen durch, überlege sogar, ob es einen italienischen Supercup um diese Jahreszeit gibt. Denke an Handball, Basketball und spektakuläre Spielerwechsel in der Serie A und verzweifle fast darüber, welches sportliche Großereignis ich verpasst haben könne. Und dann kommen sie: Festlich geschmückte Autos im Korso, hupend, feiernd. Menschen winken und sehen glückselig aus. War Spanien als EM-Sieger nur ein Traum und wir haben doch gegen Italien gespielt? Der Korso fährt an mir vorbei, ich sehe die Farben der Mannschaft: Sie ist weiß, die Fans tragen Anzüge und die weiblichen Fans Kleider. Zwei Fans stechen heraus, sie tragen einen schwarzen Anzug und sie ein weißes Kleid und sehen glücklich aus.
Die Laute verstummen und ich frage mich, ob ich vielleicht Urlaub vom Fußball brauche.

Donnerstag, Juni 26, 2008

Also sprach Lineker

Es ist also geschafft. Deutschland ist im Finale. Zeit für die übliche am "Ende ist es egal, ob es verdient war" Analyse.
Wer das Spiel gesehen hat, kann nicht ernsthaft behaupten, dass es ein glorreicher Sieg war. Die taktischen Defizite in der Rückwärtsbewegung und die Nullkontakt Zweikampfeinstellung waren nicht zu übersehen. Metzelder schien irgendwie eher das Wetter zu genießen statt sich am Spiel zu beteiligen. Lehmann hat beim 2:2 wohl einen Grashalm zupfen wollen und Ballack war fast ganz abgemeldet. Podolski zeigte einmal mehr warum er ein Stürmer ist und kein Defensivspieler und Klose verdient sich fast Mintals Spitznamen als Phantom, das man nur beim Tor erhaschen konnte. Der kleine Phillip aus dem Kinderparadies hatte im Defensivspiel einige Problem (2:2), rettete sich aber durch das Tor seinen guten Ruf.
Trotzdem hat Gary Lineker mit seinem Postulat mal wieder Recht behalten: „Football is a simple game: 22 men chase a ball for 90 minutes and at the end, the Germans win.“
Seien wir also froh, dass die technische und spielerische Unterlegenheit durch eine 100 prozentige Toreffiziens nicht zum Ausscheiden geführt hat und wir vielleicht im Gegensatz zu 2006 zwar schlechter spielen, aber dafür gewinnen.

Mittwoch, Juni 18, 2008

Jenseits von Gut und Böse

Ich möchte diesen ersten Eintrag seit Äonen eigentlich nicht sofort mit Beschwerden beginnen, aber es geht nicht anders.

Was sind das für Leute, die wie wild feiernd und hupend durch die Nacht fahren, nur weil Deutschland 1:0 gegen die Nummer 1xx der Weltrangliste gewonnen hat? Das Spiel war so schlecht, dass ich mich schon fast geärgert habe, es anzuschauen.
Das "Public Viewing" verkommt immer mehr zu einer Ansammlung von fußballfernen Idioten, die sich von Ballermanentertainern zu den dümmsten Liedern und Schlachtrufen anfeuern lassen, für die man auf der Tribüne wohl Bekanntschaft mit diversen Fäusten gemacht hätte.
Damit ihr mich nicht falsch versteht, ich habe nichts gegen Schlachtrufe und Feiern, aber diejenigen, die dort feiern, sind wahrscheinlich die, die vorher Fragen "Österreich? Sind die gut? Wer ist denn der Österreicher dort? Ach, DAS ist Arne Friedrich???"
Die völlige Ahnungslosigkeit nervt unglaublich und ich freue mich gegen Portugal auf die Couch und die Kommentare von Leuten, die wenigstens wissen, dass die Viererkette durchaus auf einer Linie stehen darf/sollte und das nicht "lustig aussehend" finden.
Außerdem nerven die weiblichen "Fans" beim "Public Viewing", die ständig quatschen und telefonieren gehen zur Toilette müssen, sodass ich mich mehr darauf konzentrieren muss, jemanden durchzulassen als die fußballerische Armut zu bewundern.
Natürlich ist das Beschimpfen der Modefans billig, aber ein wenig mehr Demut beim Feiern wäre schon angebracht.

Samstag, Juni 30, 2007

Yeah!

So Leute, für alle die auf das Ergebnis des angekündigten Referats warten, also ziemlich genau Tesa, werde dies nun kundtun:

Wir waren göttlich! Unglaublich! Genial!
Oder so ähnlich. Nee ernsthaft, es war gut und vielleicht mehr als das. Ich habe allerdings noch nie eine so fertige Referatsgruppe gesehen. Ich selbst war mal wieder völlig fertig, weil mein Schlafmangel in letzter Zeit bedenkliche Formen angenommen hat. Kinski hatte bi 2 oder 3 Uhr morgens Dienst bei einem großen TV-Versandhaus und der Rest war entweder fertig von der Premierenfeier oder aufgrund von Schlafstörungen geistig abwesend. Wir haben es aber geschafft uns auf den Punkt zu konzentrieren, wobei Kinski und ich gibbelnd auf den Beginn warteten und den Koffeinrausch genossen! Ich trank sogar während meines Vortrages aus meiner geliebten Gauloises Kaffeetasse das schwarze Gold aus meiner Küche.
Es war herrlich und dank unserer Fähigkeit zur Improvisation und völliger Überreizung erschienen wir allen hingebungsvoll und leidenschaftlich, sodass sogar eine Diskussion im Kurs aufkam (Man bedenke an dieser Stelle die Uhrzeit: 8 - 10 Uhr!) und wir fast die komplette Vorlesung gestalteten.
Eigenlob stinkt, sagt der Volksmund, aber ich kann nicht anders. Eine Sternstunde meiner Referatskarriere hat stattgefunden! Oder war es doch nur der Kaffee, der meine Sinne vernebelte?! Egal, wir rocken!

Rock on!

Montag, Juni 25, 2007

N´abend allerseits

Hallo liebe überschaubare Fangemeinde, die sich trotz geistigen Stillstands noch immer auf diese Seite verirrt. Es sei euch gedankt!

Nach dieser sehr langen Phase der Stummheit wollte ich eigentlich einen großartigen und langen Beitrag einstellen. Ja, er sollte vor Intellekt sprühen, Wortwitz neu definieren und inhaltlich alles Gewesene in den Schatten stellen. Leider habe ich die Ideen alle verworfen oder bin zu faul sie auszuarbeiten, sodass ich nun hier mit diesem Lebenszeichen vorlieb nehmen müsst.

Im Moment ärgere ich mich mit einem Deutschreferat herum, weil unsere Gruppenkonstellation mehr als unglücklich ist. Es ließt sich fast wie eine Zusammenstellung aus den alten Superheldentrickfilmen. Da wären (Namen natürlich geändert, ich bitte euch!)

Rahela, die Frau für hektische, aber sehr gute Arbeit und ohne Scham direkt Leuten auf die Füße zu steigen

Peter, der Träumer. Lieb, nett, zurückhaltend charmant und doch extrovertiert. Was zusammengenommen die Konsequenz hat, dass er Schauspieler ist. Als Beruf, nicht als Charaktereigenschaft! Nie Zeit, aber gute Ideen, auf die keiner hört, weil er eh nie Zeit hat

Eddie, der Klaus Kinski Dortmunds, der Mehmet Scholl der Germanistik: Geniale Ansätze, aber ewiges Talent. Für die Nationalmannschaft nicht emsig genug. Genialer Kopf, der in sich in einem buchstäblichen Rausch reden kann und mitreißt, bis man merkt, dass er den Text noch nicht gelesen hat...

Katrin, die unscheinbare. Sehr kooperativ, sehr bodenständig. Hatte als erstes einen Text und sogar 3 Seiten Handout! War nur leider am Thema vorbei. Fragen uns noch, wer es ihr sagen soll...

Meine Wenigkeit, der Gezwungene. Hasst Gruppenarbeit, hasst es durch anderer Leute Chaos zum Arbeiten gezwungen zu werden. Wird wohl vortragen und versuchen Eddie in seinem Rededrang zu bremsen.

Entweder werden wir großartig sein und alles in den Schatten stellen oder wir werden großartig scheitern. Über Letzteres würde ich wohl in einer Woche noch lachen, denn auch das Scheitern wird genial sein!


Rock on!

Dienstag, Februar 06, 2007

two songs for two friends

Na dann herzlichen Glückwunsch. noch ein ganz kleines Stück Jungs.
Das böse fiese Leben erdrückt uns.
ich mein: hat nichts zu bedeuten, kostet halt nur Leben.
meins, deins, seins - ich würd mal sagen von jedem.

aber irgendwie ist es doch besser zu hause zu weinen als im hvv-bus,
oder nicht ?

Sometimes I feel
Like I dont have a partner
Sometimes I feel
Like my only friend
Is the city I live in
The city of angel
Lonely as I am
Together we cry

I drive on her streets
cause shes my companion
I walk through her hills
cause she knows who I am
She sees my good deeds
And she kisses me windy
I never worry
Now that is a lie

I dont ever want to feel
Like I did that day
Take me to the place I love
Take me all the way

Its hard to believe
That theres nobody out there
Its hard to believe
That Im all alone
At least I have her love
The city she loves me
Lonely as I am
Together we cry

I dont ever want to feel
Like I did that day
Take me to the place I love
Take me all the way

Under the bridge downtown
Is where I drew some blood
Under the bridge downtown
I could not get enough
Under the bridge downtown
Forgot about my love
Under the bridge downtown
I gave my life away

Freitag, Januar 19, 2007

Leeroy räumt auf (20 Min)

Dieser Kurzfilm ist absolute Spitze. Ich hab teilweise sehr gelacht. Eine der besten Stellen ist "Goebbels, Goebbels! Willst du den totalen Krieg? Willst du das? Na komm mein Junge". Ihr werdet es sehen. Es lohnt sich!

"Leroy ist ein afrodeutscher Junge, der mit notorischem Pech und einer nationalen Identitätskrise zu kämpfen hat. Leroy ist kultiviert und gut erzogen und in einem positiven Sinne deutscher als viele Deutsche. Die Brüder seiner Freundin Eva sind Skinheads und freunden sich mit ihm an. Zusammen mit seinem besten Freund Dimmi, einem Griechen, spaziert er durch das überfüllte und dreckige Berlin, zum Sound des Soulgrooves der 70er und sinniert über alle wunden Punkte des Deutschseins. Und dann kommt ihm die Idee wie man den Faschismus besiegen kann...."

Dienstag, Dezember 26, 2006

top five der filme, die man an Weihnachten nicht allein schauen kann...

ohne wahnsinnig zu werden.

Nummer 1: High Fidelity
Nummer 2: Love Actually
Nummer 3: Keine Lieder...
Nummer 4: L`auberge Espagnol
Nummer 5: die hart I-III

Mittwoch, Dezember 06, 2006

Ein Sommermärchen

Mein Gott! Was war das doch ne geile Zeit. Grade lief das Sommermärchen und ich habe es zum ersten Mal gesehen. Ich weiß nicht, wie lange ich diese Gänsehaut noch ausgehalten hätte, wenn es nicht nach 2 Stunden vorbeigewesen wäre. Ich konnte mich an jede Spielszene erinnern, jedes Tor, jedes Foul, jeden Jubel. Die Erlösung beim 1:0 gegen Polen. Meine langen, fast wahnsinnigen Gebete beim Elfmeterschießen gegen Argentinien und der Ausbruch nach dem letzten Elfmeter. Meine Tränen beim 0:2 gegen Italien und die Leere und Fassungslosigkeit. Die Party nach dem 3:1 gegen Portugal. Alles spielte sich wieder ab. Die Jubelszenen, die Erleichterung, die Euphorie.
Ich weiß nicht, wann ich zum letzten Mal solch eine jubelnde Menschenmasse mit Deutschlandflaggen gesehen habe. Aus der Sicht der Spieler müssen diese Massen unglaublich gewirkt habe. Ich selbst stand ja drin und nun sah man, dass wirklich jeder Einzelne gezählt hat.
Die persönlichen Einblicke in das Seelenleben und das Privatleben der Spieler machen sie sympathischer denn je. Die Ansprachen vom Klinsmann waren wirklich unglaublich! Ich spiele ja selbst seit 17 Jahren, aber sowas habe ich noch nie gehört! Da wäre selbst ich 120 Minuten über den Platz gelaufen und wenn ich am Ende am Herzschlag gestorben wäre. Das schönste war aber Frings vor dem Italienspiel: "und dann hauen wir die Scheißer weg!". Auch wenn es nicht geklappt hat, es war bewegend dabei gewesen sein zu dürfen und ich werde die Menschen, mit denen ich geschaut, gelitten, geflucht, geschrieen und gejubelt habe durch dieses Ereignis nie vergessen.
Auch wenn es vermessen klingt, aber wer mich kennt, weiß, dass ich es ernst meine: Danke! Diese WM war wirklich das Größte!

Samstag, Dezember 02, 2006

Ich fühl mich krank, aber gut!

Mudhoney

"Touch Me I'm Sick"

(one, two)
ooh
wow
ooh
I feel bad, and I've felt worse
I'm a creep, yeah, I'm a jerk

Come on
Touch me, I'm sick

wow
I won't live long, and I'm full of rot
Gonna give you - girl - everything I got

Touch me, I'm sick, yeah
Touch me, I'm sick

Come on baby, now come with me
If you don't come
If you don't come
If you don't come
You'll die alone

wow
ooh

I'm diseased, I don't mind
I'll make you love me 'till the day you die

Come on
Touch me, I'm sick
ahhh
Fuck me, I'm sick

Come on baby, now come with me
If you don't come
If you don't come
If you don't come
You'll die alone

Dienstag, November 28, 2006

Mal so

"Ich bin einfach kein Beziehungsmensch. Die einzige Beziehung, die über lange Zeit hielt, hab ich zu mir selbst und selbst die ist nicht harmonisch!"

-"Schonmal über ne Paartherapie nachgedacht?"

"Ich dachte eigentlich eher an Scheidung. Fragt sich dann nur welches ich das andere auf unterhalt verklagt"

-"Wenn du eine weibliche Seite hast, ist das ziemlich klar!"

Montag, November 20, 2006

Reden ist Silber, Schweigen ist Urlaub

Es ist toll festzustellen, dass ich mich am liebsten mag, wenn ich nichts sage. Es ist so einfach, wenn man nichts erzählt, nichts preisgibt, keine philosophische Position einnimmt oder daherpalavert. Ich meine jetzt nicht, keine Meinung zu haben, sondern einfach mal nicht der Forderung der modernen Gesellschaft nachzukommen, alles zu wissen, alles zu kennen und zu allem eine Meinung zu äußern. Keine Rechtfertigungen, keine unterschiedlichen Positionen, die Missgunst schaffen und keine Selbstreflexion, ob das Gesagte oder die Handlungen legitim, moralisch richtig oder einfach nur angemesen war. Herrlich. So stelle ich mir meinen Urlaub vor. Vielleicht erzielt man aber auch den gleichen Effekt, wenn man aufhört zu denken bevor oder nachdem man redet. Ich werde mal bei Dittsche und dem "neuen" Prekariat nachfragen.

"Reden ist Schweigen und Silber ist Gold." geklaut von "Lucky"

Sisyphos war ein Autor

Die Schwierigkeit Gedanken und Texte auch wirklich zu Papier zu bringen, ist manchmal unglaublich. Wenn es doch eine Götterstrafe gibt, so muss sie darin bestehen, beständig gute Ideen zu haben, aber völlig unfähig zu sein, sie zu Papier zu bringen. Ähnlich dem Sisyphos, der dazu verdammt wurde einen Stein auf einen Berg zu tragen, von dem er jedes Mal wieder herunterrollt. So wird man wohl als Strafe vor einer Schreibmaschine auf einem Berg sitzen und tolle Einfälle haben, doch jedesmal, wenn man ihn zu Ende gedacht hat und mit dem Schreiben beginnt, weiß man nicht mehr wie man anfangen soll und verzweifelt darüber. Alternativ dazu kann man natürlich auch bis zu Mitte einer Geschichte kommen und dann den Faden verlieren, was vielleicht noch schlimmer ist.
So wird der wahrlich Geknechtete nicht sitzen und rufen " Oh du weißes Worddokument, inspiriere mich!", sondern "Finger schreibt schneller auf das wir die Gedanken halten!".

Mittwoch, November 01, 2006

Es gereicht mir zur Freude

"Ich werde die ganze Zeit an Dich glauben,
egal was auch passiert."

Ist das nicht eine wunderschöne Zeile? Es klingt zwar etwas kitschig, aber wenn man den Inhalt dieser Worte mal ernsthaft beachtet, verbirgt sich in ihnen ein so großer Vertrauensbeweis, dass einem fast schwindelig werden könnte und ich kenne nicht viele Leute, denen ich dies ins Gesicht sagen würde. Ich kenne eher mehr, denen ich das nicht im Leben sagen würde, aber das geht wohl jedem so.
Diese fundamentale Macht, dieses Eingeständnis der Vertrautheit ist unglaublich. Wer dies in ernsthafter Absicht ausspricht, der gibt ein Stück seiner selbst auf und doch gewinnt er mehr als er je aufgeben könnte. Um es für Jonny zu sagen (wenn er der lateinischen Formulierung schon mächtig ist und die lateinische Übersetzung kennt): Es gereicht mir zur Freude, dass Menschen soetwas aussprechen.

Ich weiß, meine lieben Leser, dies ist ein trivialer Eintrag und er betont das Offensichtliche, das, was eigentlich nicht ausgesprochen werden müsste, aber da dies eigentlich Thema dieser Seite ist, wollte ich es nur nochmal erwähnen.

Collage

Ich habe gelernt, mit mir alleine zu sein
Und ich habe gelernt, mit den Sternen zu scheinen
Mit Schatten von Witwern
einen Traum durchlebt
Und so gesehen wie ein Leben vergeht
Kannst du dich erinnern, als das alles begann
Als [Australien] und [Wir] nur Worte waren

Treffer versenkt, ein Leben verschenkt
Nehme das, was passt, bau eine Festung
Mit tollen Mauern aus Schwachsinn und Trauer
All die Tage warten ab und Nächte gucken zu
Wie ein Leben sich verhält
In einem langen Sinkflug
Nur um dann zu merken, was hier fehlt
Du oder jemand so wie du
Du oder jemand so wie du
Der aussieht so wie du
Der Sätze sagt wie du
Der sich anfühlt so wie du

Was hätten wir denn tun sollen?
Was hätten wir denn tun sollen?
Vielleicht ist es manchmal falsch, gelassen zu bleiben
Vielleicht ist es aber auch falsch, sich so zu entscheiden
Aber als wir zusammen nicht aufgaben
Wir waren so stolz
Kein blödes „Na und“
Und kein leichtes „Was solls“

Und irgendwas klingelt
Jeder ist wichtig
Alle beisammen
Alle, nur ich nicht
Ein Händedruck
Ich will, dass du weißt
Ich weiß, wie du heißt

Keine Lieder über Liebe
und erst recht nicht dieses hier
Keine Keine Lieder über dich, meinetwegen alle,
nur dieses nicht
Keine Lieder über Liebe
Lieder und erst recht nicht dieses hier
Keine Lieder über dich, meinetwegen alle,
aber nur dieses nicht

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